Unfall mit Uber oder Lyft: So funktioniert der Versicherungsschutz für Betroffene
Author
John L. Urban
Veröffentlicht
15.01.2026

Court Settlement
Der Erfolg von Rideshare‑Apps: Wie Fahrdienstplattformen die Mobilität verändern
Fahrdienst-Apps wie Uber und Lyft haben sich in den letzten Jahren weltweit etabliert – besonders in den USA sind sie aus dem Alltag kaum noch wegzudenken. Mit wenigen Klicks auf dem Smartphone kann man eine Fahrt buchen, ohne Bargeld oder lange Wartezeiten.
Für Reisende, ob geschäftlich oder privat, bieten diese Dienste eine verlässliche Alternative zum öffentlichen Nahverkehr oder zum Mietwagen. Allein 2022 wurden laut Statistik mehr als 7,6 Milliarden Uber‑Fahrten weltweit durchgeführt.
Mehr Unfälle mit Fahrdiensten
Mit dem starken Wachstum steigt jedoch auch die Zahl der Unfälle mit Rideshare‑Fahrzeugen. Viele verlaufen glimpflich – andere haben schwere oder sogar tödliche Folgen. Laut dem Uber US Safety Report 2019–2020 kam es in diesem Zeitraum zu 91 tödlichen Unfällen, bei denen 101 Menschen ums Leben kamen.
Hinzu kommen unzählige nicht‑tödliche Fälle, etwa wenn Fahrgäste oder Passanten verletzt werden. Häufig spielt Ablenkung durch das Smartphone eine Rolle – ein Risiko, das bei Rideshare‑Diensten naturgemäß höher ist, da Fahrer permanent über die App mit Fahrgästen interagieren.
Wie funktioniert der Versicherungsschutz?
Wer in einen Rideshare‑Unfall verwickelt ist, sollte wissen, welche Versicherung in welchem Moment greift. Die Haftung hängt davon ab, ob und wie der Fahrer die App gerade nutzt. Uber erläutert die unterschiedlichen Phasen wie folgt:
1. App ausgeschaltet – private Versicherung gültig:
Ist die App aus, zählt der Fahrer als Privatperson. Bei einem Unfall gilt ausschließlich seine persönliche Kfz‑Versicherung – mit den jeweiligen Deckungsgrenzen und Ausschlüssen.
2. App aktiv – Fahrer verfügbar:
Sobald der Fahrer die App aktiviert und auf Aufträge wartet, greift zusätzlich die durch Uber bereitgestellte Haftpflichtversicherung. Diese deckt in der Regel:
- bis zu 50.000 USD je verletzte Person,
- 100.000 USD pro Unfall insgesamt sowie
- 25.000 USD für Sachschäden.
3. Während einer Fahrt – umfassender Schutz:
Hat der Fahrer eine Fahrt angenommen oder befindet sich bereits mit dem Fahrgast auf dem Weg, gilt die volle, von Uber finanzierte Deckung:
- mindestens 1 Million USD für Personen‑ und Sachschäden,
- Kostenerstattung für Fahrzeugreparaturen (abzüglich einer üblichen Selbstbeteiligung von 2.500 USD),
- optionale Unfallversicherung („Injury Protection“) für Fahrer in den meisten US‑Bundesstaaten.
Diese Staffelung macht deutlich, dass die Versicherungsbedingungen je nach Status der App unterschiedlich greifen – ein Punkt, den Unfallopfer unbedingt kennen sollten.
Was tun nach einem Rideshare‑Unfall?
Wer in einen Rideshare‑Unfall verwickelt ist, sollte folgende Schritte beachten, um Ansprüche zu sichern und die Beweislage zu stärken:
- Informationen austauschen: Namen, Kontaktdaten und Versicherungsinformationen aller Beteiligten aufnehmen, auch von Zeugen.
- Unfall dokumentieren: Fotos von Fahrzeugen, Straßenverhältnissen und Verletzungen machen.
- Polizei einschalten: Einen offiziellen Bericht aufnehmen lassen und eine Kopie sichern.
- Ärztliche Untersuchung: Auch bei leichten Symptomen einen Arzt aufsuchen – manche Verletzungen zeigen sich erst später.
- Social Media vermeiden: Keine Posts oder Kommentare zum Unfall veröffentlichen; sie könnten gegen Sie verwendet werden.
Welche Ansprüche bestehen?
Betroffene eines Rideshare‑Unfalls können verschiedene Schadensersatzansprüche geltend machen, darunter:
- Medizinische Behandlungskosten (Arzt‑, Krankenhaus‑ und Reha‑Kosten),
- Verdienstausfall bei Arbeitsunfähigkeit,
- Schmerzensgeld für körperliche und seelische Belastung,
- Sachschäden am Fahrzeug oder persönlichen Gegenständen,
- Dauerhafte Beeinträchtigung oder Entstellung,
- Verlust von Beistand oder Lebensgemeinschaft,
- sowie Strafschadensersatz bei grober Fahrlässigkeit oder vorsätzlichem Fehlverhalten.
Warum anwaltliche Unterstützung entscheidend ist
Die Bearbeitung von Rideshare‑Unfällen ist komplex – vor allem wegen der Kombination aus privater und gewerblicher Versicherung sowie der App‑Bedingungen. Ein erfahrener Anwalt für Personenschadenrecht kann helfen, Ihre Rechte zu schützen, Beweise zu sichern, mit Versicherern zu verhandeln und notfalls Klage einzureichen.
Urban Thier & Federer, P.A. verfügt über langjährige Erfahrung und nachweisliche Erfolge bei Personenschaden‑ und Todesfallklagen – sowohl in den USA als auch international.
Kontaktieren Sie uns für eine Beratung. Wir kämpfen dafür, dass Sie die Entschädigung erhalten, die Ihnen zusteht.


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