Winterurlaub in den USA: Wer haftet bei einem Sturz auf Schnee oder Eis?
Author
John L Urban
Veröffentlicht
03.08.0026

Court Settlement
Deutsche Urlauber verbringen ihren Winterurlaub häufig in New York City, Colorado oder anderen beliebten Reisezielen in den USA. Doch vereiste Gehwege, Hotelparkplätze oder Eingangsbereiche können schnell zu schweren Sturzunfällen führen. In diesem Beitrag erfahren Sie, wann Grundstückseigentümer oder Unternehmen in den USA für Verletzungen durch Schnee oder Eis haften können, welche Beweise nach einem Unfall wichtig sind und welche Schritte Sie unmittelbar nach einem Sturz unternehmen sollten. Außerdem zeigen wir anhand eines echten Falls, wie Urban Thier & Federer, P.A. einem deutschen Mandanten nach einem schweren Winterunfall in den USA erfolgreich zu einer Entschädigung verholfen hat.
Sturz auf Schnee oder Eis in den USA: Ihre Rechte als deutscher Urlauber
Ob Weihnachts-Shopping in New York City, ein Skiurlaub in Colorado oder ein Besuch der Nationalparks im Winter. Jedes Jahr verbringen tausende deutsche Urlauber ihre Winterferien in den USA. Doch während verschneite Straßen und Winterlandschaften ihren ganz besonderen Reiz haben, bergen sie auch erhebliche Unfallgefahren.
Vereiste Gehwege, nicht geräumte Hotelparkplätze oder glatte Eingangsbereiche von Geschäften führen jedes Jahr zu zahlreichen Sturzunfällen. Vielen deutschen Reisenden ist jedoch nicht bewusst, dass Grundstückseigentümer und Unternehmen in den USA häufig verpflichtet sind, ihre Grundstücke sicher zu halten. Werden Schnee und Eis nicht rechtzeitig beseitigt, kann unter bestimmten Voraussetzungen ein Anspruch auf Schadensersatz bestehen.
Winterurlaub in den USA: Ein unvergessliches Erlebnis – mit Risiken
Die Vereinigten Staaten zählen zu den beliebtesten Reisezielen deutscher Urlauber im Winter.
Viele Besucher genießen:
- Weihnachtsmärkte und Shopping in New York City
- Ski- und Snowboardurlaub in Colorado, Utah oder Vermont
- Winterreisen nach Chicago oder Boston
- Rundreisen durch die Rocky Mountains oder andere verschneite Regionen
Gerade in diesen Gebieten können Schnee und Eis jedoch schnell zu gefährlichen Stolper- und Rutschfallen werden.
Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit oder ein schlecht geräumter Gehweg kann schwerwiegende Folgen haben.
Wer ist für Schnee und Eis verantwortlich?
In vielen US-Bundesstaaten sind Eigentümer, Vermieter und Unternehmen verpflichtet, angemessene Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Grundstücke sicher zu halten.
Dazu gehört beispielsweise:
- Gehwege zeitnah von Schnee zu räumen
- Eisflächen zu streuen oder zu enteisen
- Gefährliche Bereiche deutlich zu kennzeichnen
- Eingänge und Parkplätze regelmäßig zu kontrollieren
Welche Maßnahmen erforderlich sind, hängt unter anderem vom jeweiligen Bundesstaat, den örtlichen Vorschriften, den Wetterbedingungen und der Art des Grundstücks ab.
Geschäftsgebäude, Hotels und Einkaufszentren unterliegen häufig strengeren Sicherheitsanforderungen als private Wohnhäuser.
Kommt ein Eigentümer diesen Pflichten nicht nach und verletzt sich dadurch eine Person, kann unter Umständen ein Anspruch auf Schadensersatz bestehen.
Typische Verletzungen nach einem Sturz auf Schnee oder Eis
Ein scheinbar harmloser Ausrutscher kann erhebliche gesundheitliche Folgen haben.
Zu den häufigsten Verletzungen gehören:
- Knochenbrüche
- Gehirnerschütterungen und Kopfverletzungen
- Rücken- und Wirbelsäulenverletzungen
- Bänderrisse und Verstauchungen
- Hüftfrakturen
Neben den medizinischen Behandlungskosten können solche Verletzungen den Urlaub erheblich beeinträchtigen und sogar langfristige gesundheitliche Folgen nach sich ziehen.
Wann haftet der Eigentümer?
Nicht jeder Sturz führt automatisch zu einem Schadensersatzanspruch.
In vielen Fällen muss nachgewiesen werden, dass der Eigentümer von der gefährlichen Situation wusste oder sie bei angemessener Kontrolle hätte erkennen müssen und dennoch keine ausreichenden Maßnahmen ergriffen hat.
Beispiele hierfür sind:
- Ein Hotel räumt seinen Parkplatz oder Gehweg mehrere Stunden nach einem Schneefall nicht.
- Ein Vermieter ignoriert wiederholt vereiste Treppenanlagen.
- Ein Supermarkt wischt geschmolzenen Schnee im Eingangsbereich auf, stellt jedoch keine Warnschilder auf.
Unter solchen Umständen kann eine Haftung des Eigentümers in Betracht kommen.
Praxisbeispiel: Deutscher Mandant stürzt auf vereistem Hotelparkplatz
Urban Thier & Federer, P.A. vertrat einen deutschen Mandanten, der sich während einer Geschäftsreise im US-Bundesstaat Minnesota schwer verletzte.
Beim Verlassen seines Hotels rutschte er auf einer vereisten und nicht behandelten Fläche des Hotelparkplatzes aus und zog sich einen komplizierten Handgelenksbruch zu. Die Verletzung führte zu erheblichen Schmerzen sowie Einschränkungen während seiner Reise und im Berufsleben.
Unsere Kanzlei arbeitete gemeinsam mit lokalen Prozessanwälten daran, den Anspruch vor einem Gericht im Bundesstaat Minnesota durchzusetzen. Nach umfangreicher Beweisaufnahme und gerichtlichen Verfahren konnte der Fall erfolgreich mit einem Vergleich in Höhe von 220.000 US-Dollar abgeschlossen werden.
Die Entschädigung deckte unter anderem Behandlungskosten, Verdienstausfall sowie Schmerzensgeld ab.
Was sollten deutsche Urlauber nach einem Sturz tun?
Wenn Sie während Ihres USA-Aufenthalts auf Schnee oder Eis stürzen, sollten Sie möglichst:
- den Unfallort fotografieren,
- Namen möglicher Zeugen notieren,
- den Vorfall sofort dem Hotel, Geschäft oder Eigentümer melden,
- ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen,
- sämtliche Rechnungen und Unterlagen aufbewahren.
Je früher Beweise gesichert werden, desto besser lassen sich mögliche Ansprüche später nachweisen.
Wir unterstützen deutsche Mandanten nach Unfällen in den USA
Ein Winterurlaub in den Vereinigten Staaten sollte unvergesslich sein. Allerdings aus den richtigen Gründen!
Wenn Sie während Ihres Aufenthalts in New York, Colorado oder einem anderen US-Bundesstaat aufgrund von Schnee oder Eis gestürzt sind, kann es sinnvoll sein, Ihre rechtlichen Möglichkeiten prüfen zu lassen.
Urban Thier & Federer, P.A. vertritt seit vielen Jahren deutschsprachige Mandanten nach Unfällen in den USA. Wir unterstützen Betroffene dabei, ihre Ansprüche gegenüber Versicherungen und verantwortlichen Parteien durchzusetzen und begleiten sie während des gesamten Verfahrens – auch nach der Rückkehr nach Deutschland.




















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